Lugauer Teenie wieder im Lande

Hallo, 15/06/16
Ich bin jetzt bereits seit einer Woche wieder zu Hause in Lugau und ich weiß, dass ich viel erzählen könnte, aber dann irgendwie fällt mir doch nichts ein. Das letzte Mal, als ich geschrieben hatte, habe ich von unserem letzten Softballspiel erzählt, welches sich herausgestellt hat, das Beste der ganzen Saison zu sein. Seit diesem letzten Spiel vermisse ich Softball total und wünschte, es gäbe so etwas hier auch in Deutschland.
Nun meine Meinung zu dem amerikanischen Schulsystem: Ich hatte bereits schon vor Monaten geschrieben, dass die Schule hier einfacher sei. Auf die negativen Sachen möchte ich jetzt gar nicht so eingehen, aber was ich jetzt noch hinzufügen möchte, ist, dass mir das ganze Sportangebot, welches dort drüben angeboten wird, so viel besser gefällt. Der Sport wird in den Schulen angeboten (und nicht in Vereinen) und wenn man gut genug ist, schafft man es dann eben in das Schulteam. Ein Vorteil davon ist, dass du so viel schneller Freunde mit denselben Interessen findest und dass es dir den Schulalltag sogar erleichtert. Der nächste Punkt, der mir ebenfalls besser gefällt sind die Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern. Lehrer sind deine Freunde und man ist auch des Lehrers Freund. Man kann sich mit ihnen über alles Mögliche unterhalten und die Lehrer interessieren sich für einen. Wenn man Probleme (schulisch oder weniger schulisch) hat, kann man immer zu ihnen gehen, sei es vor der Schule, während oder sogar nach der Schule. Für mich war das damals so neu und ungewohnt, dass es eine Zeit gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Jetzt hab ich so das Gefühl, dass ich, wenn ich wieder zur Schule hier gehe, ich genauso mit den Lehrern umgehen werde, was dann sehr wahrscheinlich nicht zu gut ankommt.
Wieder zurück in der Zeit…am 23. April hatte ich den hochbekannten PROM, den Abschlussball. Die Mädels sprechen schon Monate vorher davon, wie sie ihre Haare machen werden, welches Kleid, wie und wo sie ihre Fingernägel machen lassen, dass die Fußnägel ja nicht dieselbe Farbe haben dürfen, welche Schuhe, welches Produkt sie benutzen werden, um ‚natürlich braun’ auszusehen (ja, im tiefsten Texas, wo die Sonne sowieso jeden Tag scheint) usw. Ich hab das da nicht so genommen und hatte trotzdem genauso viel Spaß und einen unvergesslichen Abend.
So, das war’s jetzt erstmal von mir und wenn mir noch was einfällt, kann ich ja immer nochmal schreiben.
Bis dahin, see y’all later!

Neues vom Teenie aus Granger / Texas / USA

17/04/16 Hallo, es ist mittlerweile schon April und ich kann nicht glauben, wie schnell die Zeit verfliegt. Weniger als 2 Monate liegen nur noch vor mir, besser gesagt knapp 50 Tage. Freue ich mich, wieder nach Hause zu gehen? Teils teils.. Am 19. Januar 2016 hat meine Gastmutter unsere kleine Sofie entbunden. Das heißt, in unserem Haushalt gibt es nun meine Mama, meinen Papa, 2 kleine Kinder, mich und ein Baby! Im Januar hat sich Basketball dem Ende zugeneigt, zumindest für die Mädels. Unsere Jungs hatten sich erneut für die Playoffs qualifiziert, hatten jedoch am 23. Februar auch ihr letztes Spiel. Sportlich gesehen kommt nach Basketball die stressigste Zeit: Baseball/Softball, Tennis und Track werden gleichzeitig angeboten. Baseball ist glaube jedem bekannt, was das ist, zweitbeliebteste Sportart der Amerikaner, direkt nach Football. Softball ist grob gesagt genau dasselbe, allerdings nur für Mädchen. Track ist ein weitgefächerter Sport, der sich aus Laufen bzw. Sprinten, Diskus- oder Stoßkugelwerfen und Weit- oder Hochsprung zusammensetzt. Das ist aber noch lange nicht alles…Jedenfalls der Punkt, wo es stressig wird ist, wenn man in allen 3 Sportarten gleichzeitig teilnimmt, wie ich. Tennis war der Grund, wieso ich im September das Fach Sport angewählt habe und letztendlich habe ich mich noch zu Softball und Track überreden lassen. Anfangs bin ich sehr skeptisch an alles rangegangen und hatte auch ein paar Probleme mich an alles anzupassen. Ich war kaum zu Hause und wenn, dann hab ich geschlafen. Aber es hat sich alles ausgezahlt, weil ich sehr viel Spaß hatte und gleichzeitig auch so viel Neues gelernt habe. Die wichtigsten Spiele sind die Distriktspiele und je nach Sportart gehen die besten 2 im Distrikt zu den Playoffs. In Tennis habe ich mit einer Freundin zusammen Doubles gespielt, und zusammen haben wir den 2. Platz im Distrikt gewonnen. Am Dienstag haben mein Team und ich unser letztes Softballspiel. Wünscht uns Glück! Und in diesem Sinne… Tschüss ahoi!

Neues vom Lugauer Teenie

23/12/15
Hallo,
Ich möchte mich auch mal wieder melden (nach 2 Monaten – oooops), aber seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe, ist soooo viel passiert.
Im Oktober hatten wir in der Schule die Homecoming-Woche. Homecoming an sich ist ein Footballspiel, das ehemaligen Schülern ‚gewidmet’ wird, die nach Hause kommen. Jeder Jahrgang von 9 bis 12 konnte sich ein Thema aussuchen und sich dann dementsprechend an einem Tag der Woche kleiden. Wir haben gegen die Bulldogs gespielt und das Motto meiner Klasse war „Cast Away The Bulldoggs“, ganz nach dem Film. Dieses Footballspiel wir übrigens das erste der ganzen Saison, welches wir gewonnen haben.
Die nächstfolgenden Spiele haben wir alle gewonnen, sodass wir am 12. November 2015 zu den Playoffs gehen konnten, welches wir allerdings verloren haben. Aus der Traum vom Football State Champion; aber was will man machen – life goes on.
Nachdem die Football Saison vorbei war, ging es direkt mit Basketball weiter; sowohl für die Jungs, als auch für die Mädels. Und wie sich herausgestellt hat, durfte ich ‚Manager’ für das Girls Basketballteam sein. Nach dieser Saison werde ich übrigens auch aktiv Softball und Tennis spielen.
Hab ich auch schon erwähnt, dass meine Schule nur aus knapp 250 Schülern in der Oberstufe besteht?
Mittlerweile sind schon Weihnachtsferien und das erste Semester ist rum. Die Schule hier, verglichen mit dem deutschen Schulsystem, ist…..einfacher, so viel einfacher. Mein Notendurchschnitt liegt zwischen 95 und 105 (100% ist das Höchste). Am Ende eines jeden Semesters muss man ein zweistündiges Examen schreiben, das aus 50 Fragen besteht, die jedoch locker innerhalb von 50 Minuten schaffbar sind.
Jetzt bin ich gespannt, wie Weihnachten so abläuft. Geschenke werden ja erst am 25. morgens geöffnet, was anstrengend werden könnte, da mich meine Gastgeschwister (4- und 6-jährig) höchstwahrscheinlich um 7:30 Uhr aufwecken werden, aber ich werde mich mal nicht beschweren.